Schamanismus ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das älteste Heilsystem der Menschheit. Schamanen gibt es nachgewiesenermassen seit vierzig-, möglicherweise sogar seit hunderttausend Jahren. Schamanische Methoden der Heilung haben unsere Vorfahren das Überleben in einer feindlichen Umwelt ermöglicht - vom tropischen Dschungel bis zu den Eiswüsten der Pole. Naiver Fortschrittsglaube, zerstörerische Eingrifft in die Natur und die Verkennung lebensbestimmender Zusammenhänge haben uns der Natur entfremdet und die Menschheit an den Rand einer globalen Katastrophe gebracht. Wissenschaftlicher Übermut hat hochzivilisierte Gesundheitssystem sträflich einsitig gemacht. Schamanismus - von unserer Generation neu entdeckt - bietet nicht nur eine unvergleichliche Chance der Besinnung und Selbstbesinnung im allgemeinen Wahn und in der Hektik unserer Zeit, sondern auch praktikable alternative sowie einfach umsetzende, handfeste Lösungsansätze für nahezu jedwede Problematik. Der Wert dieser uralten Technik wird heute immer mehr erkannt und gewürdigt (Auszug aus: Der Schamane in uns, Paul Uccusic).
Schamanismus behebergt die Heilkräfte der Natur, der Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Im Schamanismus wird gelehrt die Kräfte der Pflanzen, Tiere und Steine wahrzunehmen, zu lenken, zu erlernen und das erworbene Wissen zur Heilung der Menschheit einzusetzen. Heilung ist als ganzheitlicher Prozess zu verstehen der sowohl den Körper als auch die Psyche beinhaltet.
Was macht ein Schamane? Der Schamane versetzt sich mittels Techniken wie Trommeln, Rasseln, Tanzen, Singen, Räucherwerk, speziellen Atemtechniken und Konzentration in Trance. In diesem schamanischen Bewusstseinszustand wird er zum Wirkkanal für die übernatürlichen Kräfte, durch welche er Heilen, Seelenanteile oder Rat holen kann. In diesen Ebenen "der nichtalltäglichen Wirklichkeit" treffen Schamanen ihre Krafttiere, Pflanzengeister, Geistlehrer und andere verbündete, die als Vermittler von höherem Wissen um die Beschaffenheit der Mutter Erde dienen. Durch schamanische Arbeit, Rituale und Zeremonien wird es dem Menschen möglich, sich wieder mit seinen Wurzeln, mit der Erde und mit dem Geist zu verbinden. Dadurch findet er zu sich selbst und kann in Frieden mit sich und seiner Mitwelt leben.
Was ein Schamane nicht tut
- er ersetzt kein Arzt
- er stellt keine Diagnosen
Menschen, Tiere, Pflanzen und Mi- neralien, alles hängt zusammen und steht in Wechselseitiger Beziehung, davon geht der Schamane aus. Die Erde selbst ist ein lebendiges Wesen und wir alle sind Kinder dieser Mutter Erde. Aus dieser Einsicht erwächst Respekt gegenüber der ganzen Schöpfung.